Einheimische kanarische Volkssportarten


Der kanarische Hirtensprung


Dieser traditionelle Brauch, der auch von den Ureinwohnern ausgeübt wurde, wurde insbesondere von den Hirten angewandt, um sich über die verworrene Landschaft des Archipels fortzubewegen. Für den Sprung wird ein je nach Geländebeschaffenheit 1,5 bis 4 Meter langer Stab mit einer Metallspitze verwendet.

Diese Tradition, die heute eine einheimische Sportart ist, wurde in den 80er Jahren von den Brüdern Ramón und Miguel Garcia wieder neu belebt. Es gibt eine Legende, die besagt, dass ein Schäfer von Mogan, der nach San Mateo ging, um Medizin zu beschaffen, durch die Nutzung des Stabs weniger Zeit benötigte, als diejenigen Männer, die den gleichen Weg zu Pferde zurücklegten. Heute gibt es eine Hirtensprung Gruppe, mit der Bezeichnung La Jurria de Salto del Pastor „El Guirre“, deren Mitglieder diesen Hirtensprung sowie den Kanarischen Stockkampf praktizieren. Diese Gruppe veranstaltet „Springer“ Treffen, die seit 1992 stattfinden.

Die Gruppe “El Guirre” zusammen mit der Gruppe La Jurria El Salem von La Aldea de San Nicolás haben die Konstruktion unterschiedlicher Stabarten von den verschiedenen Inseln recherchiert. Es wurden auch Bestrebungen unternommen, die ethnografischen Elemente der Schäferei wiederzubeleben und Forschungen bei einer Anzahl von Familien der Insel in Bezug auf verschiedene Stockkampfarten betrieben. Seit 1989 findet das Treffen der Hirtenspringer, „Encuentro de Saltadores“, statt, mit Seminaren für 60 Personen im Alter von 7 bis 65 Jahren, die diesen Sport betreiben und zu denen die alten Schäfer aus der Gegend, die diesen Sport immer noch betreiben und ihr Wissen an die neuen Generationen weitergeben, mit einbezogen werden.

Der kanarische Hirtensprung
Der kanarische Ringkampf

Der kanarische Ringkampf


Der alte Ringkampfstil, bei dem die Gegner auf einer Planke gewogen wurden, die auf einen Baumstamm zur Gewährleistung eines ausgewogenen Kampfes platziert wurde, ist für Vorführungen wiederbelebt worden.

Eine Theorie besagt, dass der kanarische Ringkampf aus den Kämpfen unter den verschiedenen Inseln hervorging. Es wird auch gesagt, dass er eventuell mit den ersten Siedlern aus Nordafrika kam, mit der Hintergrundtheorie, dass, genauso wie viele der Vorfahren der heutigen Kanarier, die nach Amerika emigrierten, diese ebenfalls ihr kulturelles Gepäck mit sich führten. Der kanarische Ringkampf, mit oder ohne Haltegriffen, hat eine große Bandbreite an Techniken. Der Kampf ist beendet, wenn einer der Gegner mit irgendeinem Körperteil, außer den Fußsohlen, den Boden berührt.

Es gibt zwei Sandkampfarenen im Gemeindebezirk von Mogán, eine in Arguineguín und die andere in Playa de Mogán, sowie einen kanarischen Ringerverein, den Club de Lucha Arguineguín.

Die Kartenspiele La Zanga und El Envite und das Dominospiel


La Zanga und El Envite sind zwei Kartenspiele mit einer langen Tradition im Süden und mittleren Teil Gran Canarias.

Auf den Stadtplätzen im Gemeindebezirk und vor den Bars, treffen wir auf Gruppen von älteren Männern, die das Kartenspiel La Zanga oder El Envite spielen.

Auch das Dominospiel ist weit verbreiteter Zeitvertreib.

Während der Volksfeste ist es Tradition Zanga-, Envite- und Dominoturniere zu veranstalten. Die Teilnehmer bilden Gruppen, die im Verlauf des Turniers ausscheiden, bis nur die Gewinner übrigbleiben.

Die Kartenspiele La Zanga und El Envite und das Dominospiel