Festlichkeiten


Patronatsfeste

In dem Gemeindebezirk von Mogán werden verschiedene Feste gefeiert, die überwiegend in den Sommermonaten stattfinden. Einige dieser Feste sind bedeutender sowohl für die Gläubigen als auch in ihrer Tradition.

Die Feste in der Gemeinde beginnen am 30. Mai zu Ehren der Jungfrau Maria des Erbarmens, Nuestra Señora María Auxiliadora, in Motor Grande, Puerto Rico und enden mit dem vorzeitigen Mariafest der Unbefleckten Empfängis, Nuestra Señora de Inmaculada Concepción, in Barranquillo Andrés.

Aber, wenn Sie um den 13. Juni in Mogán sind, können Sie an dem wichtigsten Fest der Gemeinde zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua, San Antonio de Padua, teilnehmen.

Tatsächlich gibt es im Verlauf des Jahres zwei Feste zu Ehren des Heiligen Antonius, das erste am 13. Juni, das Fest San Antonio el Chico, und das zweite ist am ersten Sonntag im August, das Fest San Antonio el Grande. Das zweite Fest hat seinen Ursprung in dem Gelöbnis, dass die Einwohner Mógans dem Heiligen San Antonio gaben. Als eine Heuschreckenplage ihre Felder verwüstete, versprachen die Ortseinwohner, die Statue des Heiligen zu schmücken und einen neuen Prozessionsthron zu kaufen, wenn er sie von dem Unglück befreien würde, und seit jener Zeit, die mehr als siebzig Jahre zurückliegt, wird am ersten Sonntag im August diese Tradition gefeiert.

Das Hauptfest der Stadt findet aber am 13. Juni statt. Die Prozession und der Gottesdienst sind die wichtigsten Veranstaltungen des Festes. Die Prozession findet am Sonntag vor dem 13. Juni statt, und alle Ortsteile sind vertreten, sowie die benachbarten Städte und sogar Besucher von anderen Inseln, die kommen um zu beten und dem Schutzheiligen Opfergaben zu bringen. Alle Prozessionsteilnehmer sind in kanarischer Tracht gekleidet, und es fehlt nicht an Rum, Wein und knusprigen Brot, heimischem Käse, runzeligen Kartoffeln, würziger Mojo Soße, „Roscos“ (Gebäck), Tortillas, Schokolade, „Beletén“ (Ziegenmilch) oder gesalzenen Fisch und einer endlose Liste an Tapas, um den Prozessionsteilnehmern Kraft auf ihrem Prozessionsweg zur Statue des Heiligen zu verleihen.

Das Fest beginnt mit einer Vorführung der Hirtenspringer an den Hängen der Schluchten unter Begleitung der Ziegen, bis es dann zum eigentlichen Prozessionsweg weitergeht, der sich über die gesamte Hauptstraße des Orts zieht. Die Prozessionsteilnehmer teilen mit den Besuchern ihre Wegzehrung, so dass man satt nach Hause kommt. Die Karren mit den Opfergaben sind mit typischen kanarischen Elementen beladen, wie einem großen Stein (Tenique), einem hölzernen Geschirrregal (Locero), kanarischen Ohrringen (Zorcillos)... Diese Objekte werden entlang des Prozessionswegs ausgestellt, der von der Mogán Schlucht bis zum Ort verläuft, und die man auch am Wegrand sehen kann.

Das Fest der Jungfrau Carmen

Die Heilige Jungfrau Carmen ist die Schutzheilige der Seefahrer und ihr Festtag wird in den Fischerorten Arguineguín und Paya de Mogán gefeiert. Die Meeresprozession und der Gottesdienst beschließen dieses Fest, das verschiedene Veranstaltungen beinhaltet, mit dem Höhepunkt der Absenkung des Blumenstraußes „Bajada de la Rama“, die am Samstag vor den Festlichkeiten der Jungfrau Carmen stattfindet. Die bedeutendste „Absenkung“ findet in Arguineguín statt und kann bis zu drei Stunden dauern. Eine Prozession führt durch die Hauptstraßen des Küstenorts, wobei die Menschen zu den Klängen der Blaskapelle tanzen. Es ist eine Tradition für die Einwohner, Wasser von ihren Balkonen zu schütten, um die Tänzer beim Tanzen zu den Klängen der Kapelle abzukühlen.

Mitte Juli findet die religiöse Feier und die Landprozession statt; hier sind die Seemänner weiß gekleidet und tragen die Jungfrau zum Strand von Marañuelas, wo ein Rosenkranzgebet gesungen wird. Die repräsentativste Veranstaltung ist die Meeresprozession, die am folgenden Sonntag stattfindet, wenn die Statue der Heiligen von dem Hafen von Arguineguín zum Hafen von Mogán gebracht wird, wobei die Rückfahrt am darauffolgenden Sonntag stattfindet. An diesem Tag dekorieren die Seefahrer ihre Boote und kleinen Barkassen, mit denen sie jeden Tag aufs Meer fahren, um den großen Tag der Heiligen zu den Rhythmen der Musikkapellen und dem Krach der Motoren der Boote, ausgelassen mit den Menschen, dem Geruch von gesalzenem Fisch und der Hoffnung, dass das kommende Jahr genauso gut oder besser wird, als das gerade endende, zu feiern. Der malerischste Teil dieser Prozession ist, wenn die zwei Statuen bei der Ankunft im Fischerhafen zusammentreffen. Danach findet eine Prozession zum Stadtplatz statt, wo dann Tanz zu den Klängen einer Kapelle stattfindet, und später kehrt die Prozession wieder zum Ausgangspunkt zurück.

In der folgenden Woche findet das Fest von Paya de Mogán statt, ebenfalls zu Ehren der Jungfrau Carmen, die die gleiche Seeroute, nur in die entgegengesetze Richtung nimmt.

Unsere Heilige Jungfrau von Fatima

Am 15. August wird das Fest zu Ehren der Heiligen Jungfrau von Fatima gefeiert. Dies ist ein Ortsfest, an dem alle Einwohner von Veneguera teilnehmen. Um den 13. Mai können Sie zusammen mit den Einwohnern an der religiösen Verehrung teilnehmen, gefolgt von einer Prozession mit der Statue der Jungfrau und mit flammenden Fackeln, um den Gläubigern den Weg durch die Hauptstraßen des Orts zu erleuchten.

Das Krippenspiel von Veneguera

Das Krippenspiel von Veneguera, am 25. Dezember, ist eine traditionelle Darstellung der Geburt Jesu, die dank der Teilnahme des gesamten Orts eine lebensnahe Darstellung der traditionellen Berufe, des Handwerks und des Brauchtums der Kanarischen Inseln ist.

Der Heilige Andreas und die Jungfrau der Unbefleckten Empfängnis

In Baranquillo Andrés und Soria werden die Feste zu Ehren des Heiligen Andreas, San Andres, und der Jungfrau der Unbefleckten Empfägnis, Nuestra Señora de la Inmaculada Concepción, gefeiert, die sich hauptsächlich auf den Ort konzentrieren und an denen jeder teilnimmt.